Die Firmengeschichte von Max Sielaff

  Max Sielaff - --- Schokoladen-Automat - Personenwaage
Ganz dem taten- und innovationsfreudigen Geist jener Jahre 
entsprechend, begann 1884 der gerade mal 25 Jahre alte 
Ingenieur und Patentanwalt Max Sielaff im Berliner Norden, 
in der Weißenburger Straße (heute: Kollwitzstraße) 71, 
mit der Fabrikation eiserner Patentfenster.
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Daraus entstand im Jahr darauf ein Unternehmen, das eine 
"Mechanische Werkstatt für Modellierung und Durcharbeitung 
von Erfindungen, Internationale Patentverwertung" und eine 
"Fabrik patent. Massenartikel (Spez. eiserne Patent-Fenster, 
Patent-Rolljalousien, automatische Bier- und Spirituosenhähne, 
Gummihaut-Pantographen)" produzierte.
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Nachdem Sielaff am 28. April 1888 vom Kaiserlichen Patentamt 
die Patentschrift Nr. 43055 für einen "Selbsttätigen Verkaufsapparat" 
erhielt, spezialisierte sich sein Unternehmen mehr und mehr 
auf die Herstellung von Waren-Automaten, Personenwaagen, 
Kraftmesser und andere Apparaturen. Die Fabrik war in der Zions-
kirchstr. 29, Berlin Ost.
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So entwickelte Sielaff 1888/89 u.a. zusammen mit den Metall-
werken Theodor Bergmann in Gaggenau/Baden im Auftrage 
des Kölner Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerck die ersten
Süßwaren-Automaten. Anfang der 1890er Jahre betrieb Stoll-
werck mehr als 10.000 Automaten in Deutschland. 1894 
gründete Stollwerck mit Max Sielaff und Bergmann die Deutsche 
Automatengesellschaft "DAG", die schon bald internationale 
Bedeutung erlangte, mit dem Etikett "Automatische Revolution".
1895 hatte die Firma über 100 verschiedene Modelle entwickelt.
In New York waren zu diesem Zeitpunkt über 4.000 Automaten im 
Betrieb. 1896 gab es in der Hohe Str. in Köln einen Laden, wo
80 Schokolade und Musikautomaten aufgestellt waren.
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Mit dem "Patent Sielaff" gelang erstmals auch die funktionstüch-
tige Prüfung eingeworfener Münzen auf Echtheit und Vollstän-
digkeit laut Zahlbetrag.
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Im Berliner Adreßbuch von 1905 ist reklamewirksam die breite 
Palette der Sielaffschen Maschinenfabrik in Berlin-Moabit, in der 
Spenerstr. 23, aufgelistet. Das Fabrikgelände reichte bis zur 
Paulstr.. Immerhin waren zu der Zeit schon über 30.000 Waren-
Automaten und Apparaturen nach dem "Patent Sielaff" in Betrieb. 
Dieses Fabrikgebäude wurde von AEG aufgekauft.
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Bereits 1925 wurde die Produktionsstätte nach Neukölln in die 
Ziegranstr. 21-31 verlagert. Ein Großfeuer zerstörte die neue 
schöne, modern mit vielen Glasfenstern gestaltete Fabrik. 

Der Wiederaufbau erfolgte auf dem gleichen Gelände, wo auch ein 
Bahnanschluß und eine Verbindung zum Landwehr-Kanal, heute
Schifffahrtskanal war. Das Familienunternehmen wurde dort auch 
nach seinem Tode 1929 fortgeführt.
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Der Fabrik-lnhaber Max Sielaff, Ingenieur, Oberleutnant der 
Reserve im preuss. Garde-Grenadier  Regiment  von Kaiser 
Alexander 1, wohnte in der Spenerstr. 31 bis zu seinem 
Lebensende.

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