Alter Friedhof St. Jacobi - Karl-Marx Strasse 4 - Berlin Neu-Köln

Kurzporträt
Der denkmalgeschützte Friedhof wurde von der St.-Jacobi-Gemeinde 1852 als Alleequartierfriedhof mit Lindenalleen und zahlreichen Kastanien angelegt. Neuköllns Stadtbaurat Reinhold Kiehl (1874-1913), der unter anderem das Neuköllner Rathaus baute, entwarf die 1910-13 errichtete
Kapelle im Stil eines römisch-antiken Tempels sowie den repräsentativen säulengefassten Eingangsbereich. Kiehl fand auf dem Friedhof 1913 auch seine letzte Ruhe.
Bemerkenswert ist die hohe Anzahl erhaltener historischer Gittergräber. Sehenswerte Grabanlagen sind die von einem Terrakottaengel bekrönte Grabstätte des Teehändlers Friedrich Glücks (1854­1920), das Mausoleum des Dachdeckers Hermann Rindfleisch mit antiker Tempelfassade und die monumentale Grabanlage des Automatenerfinders Max Sielaff (1860-1929). Den Ehrengrabstatus tragen die Grabanlagen des Malers und Berliner Sezessionsgründers Franz Skarbina (1849-1910), des Germanisten und Volkskundlers Johannes Bolte (1858-1937), des Feinmechaniker Rudolf Fuess (1838-1917), der innovative Präzisionsgeräte für die Wissenschaft entwickelte, sowie des Geografen und Kartografen Heinrich Kiepert (1818-1899).
Im friedhofsseitig abschließenden Kollonadengang am Haupteingang befindet sich ein Blumenladen.

Mai 2014

Textauszug aus Internetseite: https://evfbs.de/index.php?id=455

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