Der Durchbruch gelang Max Sielaff 1886 mit dem ersten zuverlässig arbeitenden Verkaufsautomaten, der erst nach Einwurf einer passenden Münze die Ware ausgab.
Das Patent kam ein Jahr später, am 9. Juni 1887 wurde vom Kaiserlichen Patentamt mit der Nr. 43055 der "selbstthätige Verkaufsapparat" registriert. Noch im selben Jahr entwickelte der Ingenieur für den Kölner Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerk die ersten Süßwarenautomaten. Bereits Anfang der 1890er Jahre werden in über 10.000 Automaten in ganz Deutschland die Schokoladentafeln verkauft. Sielaff revolutionierte das Verkaufsgeschäft und entwickelte immer neue Ideen, etwa das Automatenrestaurant, ein Automat, der neben Getränken auch kalte und warme Speisen anbietet. Dafür erhält der Ingenieur Max Sielaff in Belgien sogar die Goldmedaille. Ein weiteres Highlight, das die älteren Menschen noch von fast jedem Bahnhof kennen, ist die Personenwaage, die in der Zwischenkriegszeit tausendfach gebaut wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg lag der Berliner Automatenbetrieb von Max Sielaff in Schutt und Asche. Die Suche nach Investoren führte den Neffen des Firmengründers, Edmund Sielaff, nach Herrieden. Mit Fritz Baumgärtner und Johannes Marohn gründete er 1949 Sielaff in Herrieden neu. Zunächst werden in dem neuen Betrieb im Krieg zerstörte Automaten repariert, darunter auch viele Stollwerkautomaten, mit denen die erste Erfolgsgeschichte 60 Jahre zuvor begonnen hatte.